Auch wenn Sie bereits unterschrieben haben, benötigen wir jetzt zusätzlich Ihre Zustimmung zum Niederrheinappell! 

Erfahren Sie hier warum

Wir möchten verhindern, dass der Niederrhein zum Flickenteppich mit Kieslöchern wird.

Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Borken sondern viele Menschen am ganzen Niederrhein und darüber hinaus lehnen einen weiteren Raubbau an der niederrheinischen Landschaft ab. Entlang des Niederrheins sind Verbände und Bürger aktiv geworden. Es haben sich parteiübergreifend Initiativen gegründet, die den Kiesabbau in der bisherigen Form nicht mehr dulden werden.

Unsere Forderungen haben wir im sogenannten ‘Niederrheinappell 2019’ zusammengefasst.

Sie richten sich an

  • den Landtag und die Landesregierung NRW,
  • an die Regionalräte und Bezirksregierung und
  • an die Kreistage, Städte und Gemeinderäte,
  • Landräte und Bürgermeister.

Wir fordern Sie als Bürger, Verbände, Unternehmen und Politiker auf, uns mit Abgabe Ihrer Stimme zu unterstützen und sich dem Niederrheinappell 2019 anzuschließen. 

Details

Die Landesregierung beabsichtigt in der Neufassung des Landesentwicklungsplans die Planungsvorgaben für die Regionalbehörden zu verändern. Lesen Sie hier, was das für unsere Landschaft am Niederrhein bedeutet:

  1. Stichwort 20 auf 25 Jahre:
    Die Landesregierung will durch die Änderung des LEP die Planungsämter auffordern, so viele Flächen für den Abbau von Sand/Kies auszuweisen, dass eine Versorgungssicherheit (gemessen an der Abbaugeschwindigkeit der jeweils letzten 3 Jahre) von nunmehr 25 Jahren statt wie bisher von 20 Jahren gewährleistet ist.
    Das bedeutet, dass der Kiesindustrie ab sofort 25% mehr an Flächen zum Abbau zur Verfügung gestellt werden.
    Sollten die Kiesunternehmen diese Flächen jedoch schneller abbauen als vorausberechnet, wird bei Erreichen eines nur noch verbliebenen Versorgungszeitraum von 15 Jahren eine neue Flächenausweisung erfolgen.
  2. Stichwort Konzentrationsgebot und Vorrangflächen mit Eignungswirkung:
    Die verpflichtende Festlegung des Landesentwicklungsplanes, den Kiesabbau über “Vorranggebieten mit der Wirkung von Eignungsgebieten”  in den Regionalplänen auszuweisen, wird aufgegeben.
    Der Landesentwicklungsplan enthält keine zwingende Vorgabe mehr, ausschließlich Vorranggebiete mit Eignungswirkung für Kies auszuweisen. Das wollen wir nicht!
    Wenn eine Planungsbehörde nur Vorranggebiete mit der Wirkung von Eignungswirkung ausweisen darf, bedeutet das, dass in dem betroffenen Gebiet nur an den ausgewiesenen Stellen ausgekiest werden darf und eben nicht auch noch zusätzlich an anderen Stellen. Da diese Vorschrift aber in der Neufassung des Landesentwicklungsplans nur als Option und nicht mehr zwingend vorgesehen ist, ist das eine wesentliche Schwächung der Rechtsposition zum Steuern der Abgrabungen über die Regionalplanung.
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